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© Man ruft in Dienst, Probleme mit dem Fahrzeug - Nomadsoul1

Werden Notrufsäulen an Autobahnen noch genutzt?

23. Mai 2021 | Veröffentlicht in Infos

Auch, wenn mittlerweile fast jeder Bundesbürger über ein Mobiltelefon verfügt: Die orangefarbenen Säulen entlang der Autobahnen sind nicht nur seit über 65 Jahren verfügbar, sondern es deutet auch nichts darauf hin, dass sich das so schnell ändern wird. Warum das so ist und welche Vorteile das mit sich bringt, darauf gehen wir im Folgenden ein.

Die Zahl der Notrufsäulen nimmt zu

Hat man die Notrufsäulen an den Landes- und Bundesstraßen mittlerweile fast komplett abgeschafft, so wird der Bestand ihrer Pendants an den Autobahnen nicht nur geschont, sondern sogar noch erweitert. Tatsächlich existieren zur Zeit über 17.000 der orangenen Helfer an deutschen Fernverkehrsstraßen. Das ist auf den ersten Blick verwunderlich, denn wurden sie in den 1990er Jahren noch über 1,5 Millionen Mal pro Jahr genutzt, so ist diese Zahl mittlerweile auf um die 60.000 gesunken.

Doch warum wird dann trotz dieses deutlichen Rückgangs weiterhin am System der Notrufsäulen festgehalten? Ganz einfach: Weil weiterhin im Schnitt alle zehn Minuten Hilfe gerufen wird und weil immer noch auch Gefahrensituationen – wie etwa Brände in der Böschung, Menschen oder Gegenstände auf der Fahrbahn, oder Falschfahrer – gemeldet werden. Das alles ginge natürlich auch über ein Mobiltelefon, doch die Melder am Fahrbahnrand haben Smartphones gegenüber unschlagbare Vorteile, weshalb sie weiterhin und auf lange Sicht unverzichtbar bleiben.

Vorteile des Notrufsäulensystems

Ein Problem von Handys ist, dass ihr Akku leer sein kann, was einen Anruf unmöglich macht; die Notrufsäulen an den Schnellstraßen kennen dieses Problem nicht. Des Weiteren gibt es auch heutzutage immer noch Funklöcher, so dass über das Mobiltelefon keine Verbindung zustande kommt. Dass die orangefarbenen Helfer oft auch in der Ferienzeit genutzt werden, zeigt ihren nächsten Vorteil auf: Viele Urlauber aus dem Ausland kennen die Notrufnummer 112 nicht; wenn sie eine der Säulen verwenden, bekommen sie auf jeden Fall Hilfe. Ruft jemand die Notrufzentrale der Versicherer in Hamburg (dort landen alle Anrufe) über eine der Säulen an, so wissen die Mitarbeiter dort sofort, wo genau der Anrufende sich befindet, was der nächste Vorteil ist. Und last but not least: Da alle zwei Kilometer eine Säule steht, muss niemand mehr als einen Kilometer zum nächsten Standort zurücklegen und der kürzeste Weg wird auf kleinen schwarzen Pfeilen an den Leitpfosten entlang der Autobahnen angezeigt.

Aublick

Gut möglich, dass die orangefarbenen Notrufsäulen eines Tages abgeschafft werden, zum Beispiel aufgrund des eCall-Systems, das die Hersteller seit 2018 in alle neuen PKWs einbauen müssen. Doch bis dahin – und man rechnet nicht damit, dass dieses System vor dem Jahr 2035 flächendeckend verbreitet sein wird – werden sie den Autofahrern noch treue Dienste leisten.

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