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© Vintage bus - deyangeorgiev

Legendäre Autos: VW T1

05. September 2019 | Veröffentlicht in Infos

Ähnlich wie der Käfer gilt der oft auch als “VW-Bus” bezeichnete VW-Transporter T1 (“Bulli”) als schon beinahe mythologisiertes Symbol für die deutsche Wirtschaftswunderzeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Die T-Reihe

“VW T1” ist die Bezeichnung für die ersten der sowohl als Kleinbus wie als Kleintransporter gebauten VW-T-Baureihen. Die bisher letzten der mit dem Präfix “T” benannten Nutzfahrzeug-Reihen sind die 2003 auf den Markt gekommenen Fahrzeuge der Reihe T5, die nach einem Facelifting seit 2015 als “T6” verkauft wird. Spötter sagen voraus, dass in später Zukunft VW-Busse mit dem an sowjetische Panzer erinnernden Kürzel “T34 “ über die Straßen fahren werden.
Werksintern führte das von 1950 bis 1967 vom Band gelaufene T1-Fahrzeug in Anknüpfung an das inoffizielle Kürzel “Typ 1” für den VW-Käfer die Bezeichnung “Typ 2 T1”.

So lief er vom Band

Serienmäßig lief der T1 in einer Gesamtstückzahl von etwa 1. 800.000 von den Fließbändern des Wolfsburger Autoherstellers Volkswagen. Produktionsstätten waren das Stammwerk Wolfsburg sowie das VW-Werk in Hannover. Die Idee für einen VW-Kleintransporter zum Einsatz in Fabrikhallen soll ein niederländischer VW-Kunde 1947 bei einem Werksbesuch in Wolfsburg gehabt haben. Die VW-Entscheider griffen die Idee auf und entwickelten sie fort. Es wurde zunächst auf Basis des Käfer-Chassis ein Konzept erstellt, das im März 1949 durch den Bau des ersten T1-Prototyps umgesetzt wurde. Offensichtliche Konstruktionsmängel wurden erkannt und eine neue Grundausrichtung weg von den Käfer-Vorgaben umgesetzt. Die hinten unter dem Laderaum angebrachten Ottomotoren der unterschiedlichen Typ-Varianten des schließlich 1950 marktreifen T1 hatten einen Hubraum von 1,1 bis 1,5 Liter. Bei einer Leistung von 25 bis 44 PS konnten unter günstigen Voraussetzungen Spitzengeschwindigkeiten von 80 bis 100 km/h erreicht werden. Charakteristisch für den in seiner Form an einen 4,2 × 1,8 × 1,9 m großen Laib Brot erinnernden Newcomer war die sanft gewölbte Frontpartie und das zweigeteilte Frontfenster. Die knuffig-stiernackige Form könnte ursächlich für den T1-Spitznamen “Bulli” gewesen sein. Möglicherweise ist “Bulli” aber auch als Kurzform für “Bus-Lieferwagen” entstanden.

Allgegenwärtig

Der robuste T1 wurde rasch nach seiner Markeinführung zu einem gewohnten Anblick auf den Straßen der jungen Bundesrepublik. In seinen Ausführungen als Kasten-, Pritschen- oder Buswagen wurde er schließlich zum deutschen Standard-Fahrzeug für unzählige Handwerker, Spediteure und andere Dienstleister. Es gab Versionen als Bundespost-Kraftfahrzeug, als Krankenwagen, als Schulbus oder als Einsatzwagen für Polizei und Bundeswehr. Die Bundesbahn setzte den T1 sogar im Schienenbetrieb ein. Kastenwagen waren auch im privaten Bereich beliebt ebenso die Camping-Bus-Modelle. Besonders chic war ein als “Samba-Bus” bekanntgewordenes, neunsitziges Sondermodell mit 23 Fenstern und Faltdach.

Der in zahlreichen deutschen Filmen der 50er und 60er Jahre als rollendes Requisit auftauchende VW-Bus war nicht nur schlichtes Transportmittel, sondern auch ein Sinnbild seiner Zeit. Der eher robust als elegant wirkende Kleinbus stand für die Nachkriegssehnsucht vieler Deutscher nach Solididät und mobiler Freiheit. Und er stand auch für den ab 1953 deutlich wachsenden Wohlstand von immer mehr Deutschen, der es ihnen ermöglichte, im eigenen Bus in der Urlaubszeit an die See, in die Berge oder sogar ins Ausland fahren zu können.

Der Bus als Symbol

Gar nicht gern wurde dann Mitte der 60er Jahre von den eine gewisse Spießigkeit ihrer Produkte durchaus unterstreichenden Imagepflegern bei VW gesehen, dass ausgesprochen unbürgerliche Kreise den zum Exportschlager gewordenen VW-Bus für sich entdeckten. Der Bulli wurde in Flowerpower-Zeit zum oft phantasievoll bemalten Lieblingsvehikel von US-amerikanischen und europäischen Hippies und Freaks, zum Symbol für Anti-Establishment on the Road, für Love and Peace.

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