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© asphalt - twenty20photos

Umweltproblem Asphaltschweiß

15. April 2021 | Veröffentlicht in Infos

Täglich rollt jede Menge Verkehr über unsere Straßen. Und oft ist die Rede davon, ob und wie der Schadstoffausstoß der darauf fahrenden Fahrzeugen nachhaltig reduziert werden kann. Der Umwelt zuliebe. Doch auch der Asphalt selber kann eine wesentliche Rolle bei der Umweltverschmutzung spielen. Das zeigen verschiedene Studien zu dem Thema, die sich mit dem sogenannten Asphalt-Schweiß beschäftigt haben.

CO2 ist nicht das einzige Problem

Oftmals dreht sich die Diskussion um das Thema CO2-Ausstoß. Wie kann dieser verringert werden um die Risiken für Menschen und Natur so gering wie möglich zu halten? Doch nicht nur die Hinterlassenschaften von Verbrennungsmotoren bergen Gefahren. Auch der eigentliche Fahrbahn-Untergrund aus Asphalt emittiert bei entsprechend starker Sonneneinstrahlung und Hitzeeinwirkung giftige Substanzen.

Das bekräftigt erneut eine kürzlich durchgeführte Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie in Zusammenarbeit mit der Yale Universität aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Fokus der Forschung standen dabei die potentiellen Ausdünstungen von Asphalt bei verschiedenen Witterungs- und Wetterbedingungen. Diese erhalten dabei den – zuerst etwas witzig anmutenden – Namen “Asphalt-Schweiß”.

Ohne Asphalt geht es nicht

Der Bau von Straßen und Wegen ist ohne Asphalt nicht denkbar. Jedes Jahr werden auf dem gesamten Globus ca. 122 Millionen Tonnen Flüssigasphalt verarbeitet. Dabei spielt nicht nur der reine Neubau von Straßen eine Rolle. Schließlich muss auch das bestehende Verkehrsnetz instandgehalten werden.

Dabei ist es erstmal nicht weiter verwunderlich, dass viele Werkstoffe bei großer Temperatureinwirkung Veränderungen zeigen. Hitze sorgt z. B. dafür, dass es zu Ausdünstungen kommt. Nur in wie weit diese messbaren Einfluss haben war bisher eher weniger bekannt. Das erdölbasierte Bitumen-Gesteinsgemisch, auf welchem handelsüblicher Straßenasphalt basiert, verliert bei Wärmeeinwirkung verschiedene Chemikalien. Nicht alle davon sind unbedenklich.

Asphalt-Schweiß kann für Feinstaubbelastung sorgen

Der verlorene Ashphalt-Schweiß in Gasform kann sich an der Luft zu Feinstaub entwickelt und durch seine winzige Partikelgröße von weniger als 2,5 tausendstel Millimetern Schaden in der Lunge anrichten. Ab einer Oberflächentemperatur von 60 Grad verstärkt sich der Effekt nochmals deutlich. Werden die Temperaturen noch höher, wird auch die Belastung potenziert.

Messungen im Raum Los Angeles in Kalifornien haben gezeigt, dass der Asphalt-Schweiß zuweilen stärkere Schadstoffausstöße verursacht, als der dort fahrende Pkw- und Lkw-Verkehr. Asphalt wird übrigens nicht nur zum Straßenbau verwendet. Auch für Häuser und deren Dächer ist er ein notwendiger Werkstoff. Somit muss er bei zukünftigen Betrachtungen in jedem Fall verstärkt mit einbezogen und berücksichtigt werden.

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