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Was ist "Adblue" und was macht es?

20. April 2019 | Veröffentlicht in Infos

AdBlue ist eine wässrige Harnstofflösung zur Abgasnachbehandlung. Sie reduziert den Ausstoß von Stickoxiden bei Dieselfahrzeugen. AdBlue hilft den Automobilherstellern dabei, die Abgasnorm Euro 6 zu erfüllen, die seit September 2015 für alle Neuwagen auf dem deutschen Markt gilt.

Was ist AdBlue?

AdBlue ist eine 32-prozentige Harnstofflösung. Sie ist in ISO 22241 als AUS 32 (aqueous urea solution) genormt. AdBlue ist eine ungefährliche Verbindung, die geruchsfrei und farblos ist. Zur Herstellung von AdBlue wird Harnstoff synthetisch aus Ammoniak und Kohlendioxid gewonnen und mit demineralisiertem Wasser versetzt, das frei ist von jeglichen Salzen. Die Lösung gefriert bei einer Temperatur unter -11,5 °C. Daher ist es nötig, dass der AdBlue-Zusatztank im Winter beheizt ist. Idealerweise wird das Fahrzeug in einer Garage abgestellt. AdBlue kann in verschiedenen Gebindegrößen gekauft werden oder an einer Zapfsäule getankt werden, diese sind allerdings speziell für Lkw vorgesehen.

Was macht AdBlue?

Gemäß Euro Norm 6 dürfen Dieselfahrzeuge nur noch 80 Milligramm Stickoxide pro Kilometer ausstoßen. Das sind 100 Milligramm weniger als noch bei Euro Norm 5. Um die Norm zu erfüllen, kommen SCR-Katalysatoren zum Einsatz, die mit Hilfe von AdBlue Stickoxide in Stickstoff und Wasserdampf umwandeln. Diese selektive katalytische Reduktion hat sich bereits seit 2001 bei schweren Nutzfahrzeugen bewährt. Bei Lkw-Motoren ging sie ab der Abgasnorm Euro 4 im Jahr 2004 in Serie.

Wie funktioniert die Abgasnachbehandlung mit AdBlue?

AdBlue wird über ein Ventil in das Abgas des Fahrzeugs eingeleitet. Durch die hohen Temperaturen des Gases zerfällt die Lösung in Ammoniak und Kohlendioxid und spaltet die Stickoxide in Kohlendioxid, Wasserdampf und Stickstoff auf. Rund 90 % aller Stickoxide können so abgebaut werden. Wie viel AdBlue jeweils eingespritzt werden muss, ist abhängig von Fahrzeuglast und Drehzahl. Das Dosier-Modul des Motorsteuergerätes analysiert die richtige Menge und leitet sie entsprechend ein.

Was passiert, wenn der AdBlue-Tank leer ist?

In der Regel signalisiert das Fahrzeug 2.400 Kilometer, bevor der AbBlue-Tank leer ist, dass ein Nachfüllen erforderlich wird. Ist das AdBlue komplett aufgebraucht, lässt sich der Motor nicht mehr starten. Das Fahrzeug würde zwar auch ohne AdBlue einwandfrei funktionieren, die Automobilhersteller haben aber aus Umweltschutzgründen in diesen Fällen eine Art Wegfahrsperre eingerichtet.

Wie wird AdBlue nachgefüllt?

AdBlue kann problemlos selbst nachgefüllt werden. Dies ist etwa alle 5.000 bis 15.000 Kilometer notwendig, je nach Fahrweise. Der AdBlue-Einfüllstutzen kann sich, je nach Modell, neben dem Diesel-Einfüllstutzen, im Koffer- oder im Motorraum befinden. Schauen Sie am besten in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs nach. Wählen Sie die Gebindegröße so, dass sich das AdBlue bequem einfüllen lässt. Bei manchen Fahrzeugen kann ein Refill-Kit nötig sein.

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