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Autos und ihre Spitznamen

11. Oktober 2021 | Veröffentlicht in Infos

Spitznamen haben oft ihren Ursprung in Spott und Häme. Später werden diese Spottnamen aber nicht selten zu Ehrentiteln. Das gilt auch für viele Spitznamen von Autos wie Laubfrosch, Leukoplastbomber, Rennpappe oder Fiat Ugly. Hier nun die vielleicht bekanntesten dieser Auto-Spitznamen.

Ein Fahrzeug für die Mittelklasse

Das US-Auto Ford T stand am Anfang des 20. Jahrhunderts für das Angebot an die Mittelklasse, am bis dahin fast nur von der Oberschicht realisierbaren amerikanischen Traum von automobiler Beweglichkeit teilzuhaben. Zwischen 1908 und 1927 wurde der technisch robuste, im Komfort schlichte und preislich überaus attraktive Ford T in einer zweistelligen Millionen-Stückzahl produziert. Seinen Beinamen bekam der Ford T nach einem von KFZ-Händlern in Colorado aus Werbegründen im Jahr 1922 organisierten Autorennen. Einer der antretenden Fahrer fuhr einen äußerlich eher abgeranzten Ford T, den er “Old Liz” nannte. Daraus wurde von Zuschauern die abwertende Bezeichnung “Tin Lizzie” (etwa “Blechdosenliese”) gemacht. Tin Lizzie gewann das Rennen zur Überraschung des Publikums gegen die bedeutend erfolgversprechende Konkurrenz. Landesweite Pressemeldungen über diesen Erfolg machten dann die jetzt anerkennend gemeinte Bezeichnung “Tin Lizzie” weltweit populär.

Von Spott zu Kult

Diese Beliebtheit ist vergleichbar mit Volkswagen-Produktreihen, die in der Nachkriegszeit Massenvehikel-Charakter bekamen. Vom 1938 in NS-Deutschland unter großem propagandistischen Aufwand als KdF-Wagen erstmalig vom Band gelaufenen Mittelklasse-PKW wurden bis zur Produktionseinstellung 2003 über 21 Millionen Stück der verschiedenen Versionen wie VW 1 oder VW 1200 verkauft. Die auffällige Buckelform des robusten Heckmotoristen war ursprünglich für seinen gängigen Spitznamen: Käfer. Unter PKW-Experten wird gestritten, ob “Käfer” eine deutsche Kreation ist oder ein Import aus den USA. Dort hatte eine Zeitung bereits 1938 den KdF-Wagen leicht spöttisch als “Beetle” (“Käfer”) bezeichnet. In Deutschland wurde die Bezeichnung “Käfer” in den 1960er Jahren populär.

Die Göttin und die Ente

Deutschlands Nachbarland Frankreich kann mit zwei besonderen Spitznamen-“Zitronen” aufwarten. Zwei Citroëns, die im Aussehen kaum unterschiedlicher sein könnten. Zum einen den immer etwas klapprig wirkenden Kleinwagen Citroën CV 2, zum anderen die französische Eleganz pur darstellenden Modelle der Citroën DS-Reihe.
Der von 1949 bis 1990 in einer Stückzahl von fünf Milliionen Stück in verschiedenen Varianten zusammengebaute CV 2 (“Döschöwö”) wurde von manchen Fachjournalisten wegen seiner muckeligen Formgebung und der Stahlblechkarosserie zunächst mitleidig-herablassend als “Hässliches Entchen” bezeichnet. Davon abgeleitet bürgerte sich im deutschsprachigen Raum der eher liebevolle Spitzname “Ente” für das bei Studenten und Kleingewerbetreibende gleichermaßen beliebte Kleinauto ein. Die unübertroffen aufregend geschnittenen von 1955 bis 1975 gebauten DS-Modelle dagegen galten von Anfang an als geradezu überirdisch. Die sowohl zu Gangsterfilmen als auch zu Staatsempfängen passenden Chic-Autos bekamen dementsprechend als Wortspiel zum wie “Déesse” (“Göttin”) klingenden Kürzel DS den Ehrennamen “Göttin”.

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