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Falscht getankt - was ist zu tun?

11. Mai 2019 | Veröffentlicht in Tipps

Ob neues Auto, Leihwagen oder ein schlechter Tag – Wer falsch tankt, zahlt im schlimmsten Fall eine hohe Rechnung. Wann kann falsch zapfen teuer werden?

Es gibt wohl kaum einen peinlicheren und doch häufigeren Fehler, als an der Zapfsäule zum falschen Treibstoff zu greifen. In den letzten Jahren schaffte es das eigene Versagen an der Tankstelle auf bis zu 10 % der Notrufe beim Automobilclub von Deutschland (AvD) (https://www.sprit-plus.de/avd-pannenstatistik-jeder-zehnte-notruf-wegen-falschbetankung-2062639.html). Was sind die Gründe für die falsche Befüllung? Welche Folgen drohen und wie kann der Unfall an der Zapfsäule vermieden werden?

Auto kaputt durch falsches Tanken?

Die Folgen des selbstverschuldeten Ungeschicks können folgenreich sein. Je nach Kombination aus Kraftstoff und Motor dürfen die Tanksünder entweder langsam weiterfahren oder sollten den Zündschlüssel gar nicht erst einstecken und den Kraftstoff abpumpen lassen.

Normalbenzin und Super – Viel Wirbel um wenig Oktan

Super und Super Plus haben Normalbenzin an fast allen Zapfsäulen ersetzt. Der Unterschied liegt in der Oktanzahl: Normalbenzin hat 91, Super 95 und Super Plus 98 Oktan. Umso höher die Oktanzahl, umso höher die so genannte Klopffestigkeit des Treibstoffs. Eine hohe Klopffestigkeit verhindert, dass sich das Gemisch vorab entzündet.

Sieben Oktan – Ein kleiner Unterschied, der auf Dauer viel bedeuten kann. Wer Normalbenzin statt Diesel tankt, kann bei den meisten Modellen langsam weiter fahren und sollte auf Beschleunigungsrennen oder Serpentinenfahrten mit Anhänger zunächst verzichten und den richtigen Kraftstoff nachfüllen. Wirklich sparen kann man durch den Downgrade des Treibstoffs nicht: Umso mehr Oktan, umso effektiver läuft der Motor. An die Vorgaben der Hersteller sollte man sich auch hier halten.

Diesel und Benzin vertauscht – Starten oder Abpumpen?

Wird ein moderneres Dieselfahrzeug mit Benzin betankt, muss dieser sofort abgepumpt werden. Einige Fahrzeuge pumpen den falschen Kraftstoff bereits in das System, wenn der Zündschlüssel eingesteckt wurde. Ist das der Fall, müssen Tank, Einspritzpumpe und andere Teile getauscht oder gereinigt werden. Bei älteren Modellen ohne Direkteinspritzer soll ein kleiner Anteil Benzin im Diesel nicht schaden – Individuelle Informationen müssen dann eingeholt werden.

Wer Diesel statt Benzin tankt, kann zwar je nach Modell unter wenig Last weiterfahren und den richtigen Treibstoff nach pumpen, Schäden sind nicht auszuschließen. Auch in diesem Fall gilt es, den Motor besser abgeschaltet zu lassen und das falsche Gemisch abpumpen zu lassen.

AdBlue im Tank – meist ein Griff zum falschen Kanister

AdBlue macht Dieselfahrzeuge schonender und ist bei Modellen ab 2014 gesetzlich vorgeschrieben. Meist ist der Verbrauch so getaktet, dass AdBlue bei der Inspektion nachgefüllt werden kann, Vielfahrer können selbst nachfüllen oder eine Werkstatt beauftragen. Da AdBlue weder so aussieht, noch so riecht wie Benzin oder Diesel, dürfte es kaum Vorkommen, dass ein klar beschrifteter Kanister in den Tank gefüllt wird. Sollte AdBlue in das System des Autos gepumpt werden, steht eine Tankreinigung und der Austausch von Pumpen, Leitungen und Filtern an, wurde der Motor angelassen, sind auch Einspritzdüsen und -injektoren zu tauschen (https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/tipps-zum-tanken/falsch-getankt/).

Tankfehler vermeiden

Auch peinliche Fehler passieren den Besten. Im Internet finden sich zahlreiche Anbieter, die sich auf das Abpumpen von Treibstoff spezialisiert haben und vor allem in Ballungsgebieten tätig sind. Gründe für eine Falsche Betankung sind vielseitig: Die unterschiedlich großen Rüssel passen bei vielen Autos in beiden Fällen und moderne Markenbezeichnungen sind nicht immer klar.

Um Tankfehler zu vermeiden, sollte bei Mietautos vor dem Tanken in einem Moment der Achtung nochmal nachgesehen werden, was getankt werden muss und bei neuen Autos ein kleiner Sticker mit der richtigen Sorte im Tankdeckel angebracht werden. Sehr häufig findet das Missgeschick statt, wenn Nachfüllkanister verwechselt werden. Wer auch diese klar beschriftet, spart sich viel Ärger. Bei verwirrenden Bezeichnungen nochmal das Internet oder die Tankstellenbetreiber zu befragen kann ebenfalls helfen. Im Fall des Falschtankens gilt es, den Motor nicht zu starten und die Vertragswerkstatt für eindeutige Aussagen zu kontaktieren.

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